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Nun ist unser Mädchen wieder in die Klinik eingezogen. Ein schönes Zimmer hat sie und laut ihrer Aussage eine "coole" Zimmergenossin. Man freut sich ja schon über solche Kleinigkeiten.

Sofort wurde unser Mädchen freundlich und liebevoll von den Schwestern und Pflegern begrüßt, die sich schon auf sie gefreut haben. Auch ihre Lieblings-Therapeutin war schon da und so hatten wir ein spontanes Sit In und haben munter gequatscht über die vergangene Zeit.

Als ich unser Problem mit den Kurkliniken erwähnte, wurde das sofort vermerkt mit dem Hinweis, dass Mittwoch bei der Teambesprechung mal geschaut werde, ob man was für uns tun könne.

Es ist schon seltsam, wie man angeschaut wird, wenn man in die Klinik kommt und überall, wo man geht und steht, selbst in der Notaufnahme wird man mit Namen und strahlenden Gesichtern begrüßt. Tja, eine traurige Berühmtheit ist das. Leider denken viele Umstehenden darüber gar nicht nach, sondern giften einen an, weil man so begrüßt wird und ihrer Meinung nach vorgezogen wird. Unsere Aufnahme war halt für 15 Uhr geplant, da mussten wir diesmal auch keine 2 Minuten warten, aber alle anderen in der Notaufnahme haben sich ungerecht behandelt gefühlt. Dass wir aber bei vielen anderen Gelegenheiten Stunden lang warten, das sieht keiner.

Ein 15 jähriges Mädchen, dass gelassen wie eine 80 Jährige im Wartezimmer sitzt und ohne Murren locker 3 Stunden liest und wartet, bevor sie mal anmerkt, dass es heute aber lang dauert. Wie traurig bitte ist das denn? Und dann neben einem diese meckernden Mütter, die glauben ihr Kind stirbt innerhalb der nächsten 5 Minuten, weil sie gerade seit 10 Minuten warten trotz Termin. Ja ihr Lieben, wir warten auch trotz Termin. Wir warten auf Blutergebnisse, wir warten auf Ärzte, auf freie Zimmer, auf Termine. Warten ist so sehr Teil unseres Lebens, dass ich die Zeit mittlerweile schon als Entspannungspausen sehe.

Und dann sitzt man in den Warteräumen, hört das Gemecker, schaut sich die verkniffenen Gesichter an und wundert sich. Unsere Maus hat es so schwer, aber ist sie ungeduldig? Nein. Verkniffen? Im Leben nicht! Wir entspannen, wir lachen, wir fühlen uns dort schon fast wie zu Hause. Und immer wieder denken wir "Uns geht es doch noch gut. Wie schlimm geht es Eltern mit krebskranken Kindern? Eltern mit unheilbar kranken Kindern? Oder Eltern mit schwerst behinderten Kindern?" Von diesen Eltern hört man nie so ein Gemaule.

Die Menschen wissen gar nicht zu schätzen, wie gut es ihnen geht. Dass das Pflegepersonal so viel leisten muss, ohne richtig dafür bezahlt zu werden, dass die meisten Schwestern, Pfleger und Ärzte dennoch immer ihr Bestes geben ... all das wird so oft einfach vergessen.

Und deshalb hier mal ein Dankeschön an all die Schwestern, Pfleger und Ärzte, die immer ihr Bestes geben und nie vergessen menschlich zu sein! Auch an die guten Geister, die im Hintergrund die Büroarbeit machen, mit Terminen und Extrawünschen kämpfen und auch dort immer freundlich bleiben! Ihr seit Klasse und bitte bleibt so!

 

 

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